Die versteckten Kosten der Excel-Planung
Je komplexer die Fertigungslandschaft wird, desto schneller stößt eine tabellenbasierte Planung an ihre Grenzen. Die Probleme, die sich daraus ergeben, sind vielfältig und teuer.
1. Intransparenz und Daten-Silos
In Excel gibt es keine "Single Source of Truth" (eine einzige, verlässliche Datenquelle). Oft existieren Dutzende isolierte Listen auf verschiedenen Netzlaufwerken. Der Vertrieb hat seine Kalkulations-Datei, die Arbeitsvorbereitung eine eigene Plantafel, und in der Fertigung liegen ausgedruckte "Laufkarten" mit handschriftlichen Notizen.
Das Ergebnis: Keiner weiß ohne zeitaufwändige Rückfragen genau, auf welcher Maschine Auftrag XY gerade läuft oder ob das Rohteil für den Eilauftrag von morgen schon bestellt wurde.
2. Fehleranfälligkeit bei Änderungen
Die moderne Lohnfertigung ist hochgradig dynamisch. Ein Kunde storniert eine Position, ein anderer meldet einen Eilauftrag an, oder eine Fräsmaschine fällt wegen Wartung aus.
In einer vernetzten ERP-Software wird ein solcher Parameter zentral geändert und das System aktualisiert automatisch Ressourcen, Termine und Materialbedarfe. In Excel bedeutet so eine Änderung oft stundenlange, manuelle "Copy & Paste"-Arbeit. Wird dabei eine Zelle übersehen oder eine Formel versehentlich überschrieben, drohen fatale und teure Fehlplanungen.
3. Mangelhafte Nachkalkulation
Um in der Zerspanung profitabel zu bleiben, muss man seine echten Kosten kennen. Wie lange lief die Maschine wirklich? Wie viel Material wurde tatsächlich wegen Ausschuss verbraucht?
Ohne eine digitale BDE (Betriebsdatenerfassung), die direkt mit der Planungssoftware kommuniziert, basiert die Nachkalkulation auf Bauchgefühl und den ungenauen Schätzungen auf abgegriffenen Stundenzetteln.