Einleitung
Jeder Lohnfertiger und Zerspanungsbetrieb kennt ihn: Den Meister. Den Mann oder die Frau an der großen 5-Achs-Fräsmaschine (oder im Kalkulations-Büro), der jeden Kniff kennt.
Dieser Mitarbeiter weiß aus dem Gedächtnis, dass Kunde Müller bei Aluminiumteilen grundsätzlich eine bestimmte Oberflächenrauigkeit fordert, auch wenn sie nicht explizit auf der Zeichnung steht. Er weiß, welches Werkzeug bei welchem Material am schnellsten Rattermarken erzeugt und er kalkuliert komplexe Bauteile fast aus dem Bauch heraus exakt.
Aber was passiert, wenn dieser Mitarbeiter in Rente geht, krank wird oder die Firma wechselt?
In traditionell geführten Betrieben bedeutet das oft einen dramatischen Einbruch der Qualität, massive Umsatzeinbußen und viel Stress. Das Firmenwissen (Know-how) existiert nur in den Köpfen (dem sogenannten "Tribal Knowledge") und nicht im System.
