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Nachschlagewerk · VDI 2230

Anzugsmoment Tabelle
für Schrauben M3 bis M24.

Anzugsmoment M6: 10 Nm

Klasse 8.8 · 10.9: 15 Nm · 12.9: 18 Nm

Anzugsmoment M8: 25 Nm

Klasse 8.8 · 10.9: 37 Nm · 12.9: 44 Nm

Anzugsmoment M10: 50 Nm

Klasse 8.8 · 10.9: 73 Nm · 12.9: 85 Nm

Anzugsmoment M12: 85 Nm

Klasse 8.8 · 10.9: 125 Nm · 12.9: 147 Nm

Anzugsmomente und Vorspannkräfte für metrische Regelgewinde, Reibungszahl 0,12
GewindeAnzugsmoment MA in NmVorspannkraft FM in kN
8.810.912.98.810.912.9
M31,422,32,53,74,4
M43,14,65,34,46,57,6
M56,18,9107,210,612,4
M610151810,21517,5
M825374418,627,432
M1050738529,643,550,9
M128512514743,163,374,1
M1413620023459,186,9101,7
M1621030836081118,9139,2
M20423602704130,5185,8217,5
M247281.0371.213187,9267,6313,1

Berechnet nach VDI 2230 für Sechskantschrauben, Reibungszahl 0,12, Ausnutzung der Streckgrenze 90 %. Richtwerte ohne Gewähr, Angaben des Herstellers haben Vorrang.

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Was gibt das Anzugsmoment an?

Das Anzugsmoment ist das Drehmoment, mit dem eine Schraube angezogen wird. Es erzeugt die Vorspannkraft, die die verschraubten Teile zusammenhält. Zu wenig Moment und die Verbindung lockert sich, zu viel und die Schraube wird überdehnt oder reißt.

Warum die Reibung so wichtig ist

Beim Anziehen geht der größte Teil des Moments in die Reibung im Gewinde und unter dem Schraubenkopf. Nur ein kleiner Teil spannt die Schraube tatsächlich vor. Die Tabelle gilt für eine Reibungszahl von 0,12, das entspricht etwa einer leicht geölten, verzinkten oder brünierten Schraube.

Ist die Schraube stark geschmiert oder beschichtet, ist die Reibung niedriger. Mit demselben Moment entsteht dann eine deutlich höhere Vorspannkraft, im ungünstigen Fall bis über die Streckgrenze. Trockene oder verschmutzte Gewinde wirken umgekehrt.

Ein Rechenbeispiel mit vier Schmierzuständen und die Besonderheiten von Schrauben in Aluminium zeigt der Artikel Anzugsmoment von Schrauben.

Festigkeitsklassen 8.8, 10.9 und 12.9

Die Festigkeitsklasse steht auf dem Schraubenkopf. Die erste Zahl mal 100 ergibt die Zugfestigkeit in N/mm², das Produkt beider Zahlen mal 10 die Streckgrenze. Eine 10.9-Schraube hat also 1.000 N/mm² Zugfestigkeit und 900 N/mm² Streckgrenze.

Für Gewinde in Blechteilen und Bauteilen helfen die Kernloch-Tabelle und die Durchgangsbohrungen dort. Passbohrungen für Stifte stehen in der Passungstabelle.

Häufige Fragen zum Anzugsmoment

Welches Anzugsmoment hat eine M8-Schraube?

Eine M8-Schraube der Festigkeitsklasse 8.8 wird bei einer Reibungszahl von 0,12 mit etwa 25 Nm angezogen, in 10.9 mit etwa 37 Nm und in 12.9 mit etwa 44 Nm.

Welches Anzugsmoment hat eine M10-Schraube?

In Festigkeitsklasse 8.8 etwa 50 Nm, in 10.9 etwa 73 Nm, jeweils bei einer Reibungszahl von 0,12.

Warum hängt das Anzugsmoment von der Reibung ab?

Der größte Teil des Moments geht in die Reibung im Gewinde und unter dem Kopf, nur ein kleiner Teil erzeugt die Vorspannkraft. Ist die Schraube geschmiert, sinkt die Reibung, und dasselbe Moment erzeugt eine deutlich höhere Vorspannkraft. Ohne Anpassung droht dann eine Überlastung.

Was bedeuten 8.8, 10.9 und 12.9?

Die Festigkeitsklasse. Die erste Zahl mal 100 ist die Zugfestigkeit in N/mm², das Produkt beider Zahlen mal 10 die Streckgrenze. Eine 8.8-Schraube hat 800 N/mm² Zugfestigkeit und 640 N/mm² Streckgrenze.

Gelten die Werte auch für Edelstahlschrauben?

Nein. Edelstahlschrauben der Klassen A2-70 oder A4-80 haben andere Festigkeiten und neigen zum Fressen im Gewinde. Für sie gelten eigene Tabellen und meist niedrigere Anzugsmomente.

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